Homepage erstellt am:

10.03.2008

letzte Aktualisierung:

28.08.2015

Korrekte Schauvorstellung - Tipps und Anregungen...

...dann klappt´s auch mit den Preisen!

Nicht nur auf unseren Zuchtschauen, auch bei der Gesundheitskontrolle nach dem Reiten auf Turnieren, wenn ein Pferd dem Tierarzt, Schmied oder dem Richter auf Hofterminen zur Beurteilung des Exterieurs und Ganges vorgestellt wird,erfolgt dies durch das sogenannte “VORMUSTERN”, für das es eine zweckmäßige und deshalb auch feststehende Form gibt. Außer, wenn nach dem Reiten die Pferde vorgetrabt werden, erfolgt das Vormustern immer mit dem ungesattelten, jedoch aufgetrensten Pferd. Aus Gründen des Unfallschutzes ist es untersagt, ein adultes Pferd am Halfter vorzustellen. Deshalb muß ein Pferd immer aufgetrenst sein, wenn es vorgemustert wird.

Aufstellen des Pferdes:

Der Vorführende steht an der linken Seite. Seine rechte, in Schulterhöhe befindliche Hand hält die Trensenzügel, die durch Zeige- und Mittelfinger geteilt werden, etwa eine Handbreit unterhalb der Trensenringe, und zwar so, daß der rechte Zügel etwas kürzer ist als der linke. Die Zügelenden laufen von unten nach oben durch die volle rechte Hand und werden vom Daumen festgehalten. Wird das Pferd vor seinem Beurteiler oder dem Richter aufgestellt, so macht der Vorführende auf dessen Höhe Halt, stellt sich mit etwas auseinandergestellten Füßen vor den Kopf des Pferdes auf und erfaßt den rechten Zügel mit der linken und den linken Zügel mit der rechten Hand in Höhe der Trensenringe, wobei die Daumen auf den Ringen liegen sollen und die Zügelenden in der rechten Hand verbleiben.

Hiernach wird das Pferd durch leichtes Vorwärtsziehen oder weichen Druck auf das Maul gerade und gleichmäßig auf alle vier Beine gestellt, wobei auf die offene Stellung zum Beurteiler bzw. Richter hin zu achten ist. Daß heißt, die Vorderbeine stehen gleichmäßig bzw. das zum Beurteiler/Richter weisende etwas vor der Geraden und das entsprechende Hinterbein (auf der gleichen Seite natürlich) etwas hinter der Geraden. Dies erfordert etwas Übung, und besonders das Stillstehen der Hengste oder hochblütigen Stuten muß vorab geübt werden.

Der Kopf wird etwas angehoben. Auf alle Fälle soll das Pferd auf einer ebenen Fläche stehen. Ist keine vorhanden, dürfen die Vorderbeine etwas höher stehen.

Tritt ein Beurteiler oder Richter an das Pferd heran, der Pferd und Vorführer nicht kennt, so stellt der Vorführende das Pferd und sich selbst vor,  wobei er auf die Besonderheiten des Pferdes aufmerksam macht.

Vorführen des Pferdes:

Nach der Vorstellung tritt der Vorführende an die linke Seite des Pferdekopfes und nimmt die Zügel wieder auf wie am Anfang.

Soll das Pferd züchterisch beurteilt werden,so erfolgt das Vorführen auf einer in Dreiecksform angelegten Bahn bzw. auf einem Viereck. Mitunter begnügt man sich auch mit dem Hin- und Herführen auf einer geraden Linie, an deren Ende das Pferd immer eine Rechtsumkehrtwendung machen muß.

Das Pferd wird zuerst im Schritt, danach im Trab/Jog vorgeführt. Der Vorführende geht neben dem Pferdekopf, die rechte Hand in Schulterhöhe, den linken Arm in zwangloser Bewegung, frei vorwärts. Beim Trab läuft der Vorführende in der gleichen Weise mit, wobei er Gleichschritt mit dem Pferd aufnimmt.

In der Dreiecksbahn erfolgt die Vorstellung im Schritt gerade vom Beurteiler/Richter weg, mit Rechtswendung im Schritt zügig darauf zu, in sofortiger Abwendung nach rechts auf die Dreiecksbahn, in der Wendung in den Trab/Jog übergehend. Anschließend erfolgt die erneute Aufstellung vorm Beurteiler/Richter.

Im Viereck erfolgt die Vorstellung ebenfalls mittig im Schritt gerade vom Beurteiler/Richter weg, mit Rechtswendung im Schritt zügig zurück, in anschließender Abwendung nach rechts auf das Viereck, in der Wendung in den Trab/Jog übergehend. Auch hier erfolgt anschließend die erneute Aufstellung.

Allgemeines:

Bei einem phlegmatischen Pferd geht der Vorführende seitwärts etwas vor dem Kopf und versucht, es mit etwas erhobener Hand zu führen. Dabei darf er es nicht ansehen. Günstig ist es, wenn ein Helfer (Peitschenführer), der sich schräg hinter dem Vorführenden befindet, treibende Hilfen unterhalb der Sprunggelenke gibt. Knallen oder Schwirrenlassen der Peitsche sind zu vermeiden.

Bei einem heftigen Pferd, das vorwärts drängt und eilt, bleibt der Vorführende an dessen Schulter zurück und gibt sanfte Zügelanzüge. Ist das Drängen stärker, so hebt der Vorführende die linke Hand vor das Gesicht des Pferdes, bis es sich beruhigt.

Schlägt ein Pferd mit Vorder- oder Hinterbeinen gegen den Vorführenden, hält dieser sich dicht an dessen Schulter und straft diese Unart sofort durch einen Stoß der rechten Hand gegen das Kinn des Pferdes.