Homepage erstellt am:

10.03.2008

letzte Aktualisierung:

28.08.2015

Fohlennotdienst

Leider kommt es immer wieder vor, dass eine Stute bei der Geburt ihres Fohlens stirbt. Um das Überleben des Fohlens zu sichern und ihm trotz ungünstiger Umstände einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, ist schnelle und effiziente Hilfe unumgänglich!

Grundsätzlich bestehen mehrere Möglichkeiten:

    1. der Einsatz einer Ammenstute (Stute die ihr Fohlen verloren hat, über genügend   Milch verfügt und das fremde Fohlen akzeptiert oder zusätzlich zum eigenen Fohlen)
    2. eingefrorene Kolostraklmilch
    3. Ersthilfe durch den Tierarzt
    Lebenswichtig für das Fohlen ist die Erstversorgung mit Kolostralmilch, da mit dieser Antikörper aufgenommen werden, die für das Fohlen lebenswichtig sind. Es kommt ohne Abwehrstoffe zu Welt, sein eigenes Immunsystem arbeitet nach der Geburt nur sehr eingeschränkt. Daher ist die Aufnahme der Biestmilch zwingend innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach der Geburt notwenig, da nur in dieser Zeit die Antikörper die Darmwand passieren können. Stirbt die Stute im Zuge der Geburt oder besteht Unsicherheit, ob und wie viel Kolostralmilch das Fohlen aufgenommen hat, kann ein spezieller Bluttest (IgG-Antikörpertest) innerhalb kurzer Zeit den Gehalt der Antikörper im Blut des Fohlens feststellen.

      

1. Vermittlung von Ammenstuten

Der Echa-ESV will hiermit versuche, Ammen an Fohlen, die ihre Mutter verloren haben, zu vermitteln. Die Adressen auf dieser Homepage soll schnelle Hilfe bieten. Bitte teilen Sie uns telefonisch, per Fax oder Mail schnellstmöglich mit, wenn Sie eine Ammenstute zur Verfügung stellen wollen.

In der Praxis zeigt sich, dass Adoptivstuten nicht immer gewillt sind, ein fremdes Fohlen anzunehmen. Daher ist es wichtig, weitere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen:

 

2. Kolostralmilchreserven bzw. Ersatzmilch

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Aufnahme einer ausreichenden Menge antikörperreicher Kolostral- oder Biestmilch guter Qualität in einem definierten Zeitraum (in den ersten 12 - 18 Lebensstunden) den optimalen Schutz gegen Infektionskrankheiten bei neugeborenen Fohlen darstellt.

Als Vorbeugemaßnahme für Notfälle sollte daher Kolostralmilch (gelbliche Farbe, klebrige Konsistenz) von gesunden Mutterstuten idealerweise in den ersten 4-6 Stunden nach dem Abfohlen abgemolken werden. Auszuschließen sind lediglich Stuten, die schon ein Fohlen mit Gelbsucht hatten.Gegebenenfalls kann dies auch in Ausnahmefällen bei der verstorbenen Mutterstute gemacht werden.

Es empfiehlt sich das Kolostrum in passenden, entsprechend kleinen Portionen in der Tiefkühltruhe einzufrieren. Sofern die Kühlkette nicht unterbrochen wird, ist Kolostrum etwa 18 Monate im tiefgefrorenen Zustand haltbar (Gefäß mit Datum beschriften).

Ein Fohlen braucht etwa einen dreiviertel bis einen Liter, wobei die Menge auch von der Qualität des Kolostrums abhängt.

Man kann den Antikörpergehalt durch eine Messung mit dem Kolostrometer vor dem Einfrieren bestimmen.

Mittels Messung mit Kolostrometer kann man auch bestimmen, ob das Abmelken einer Stute noch sinnvoll ist oder nicht.

Nach 24 Stunden ist meist nur noch "normale" Milch vorhanden.

Die gefrorene Milch sollte nur langsam aufgetaut werden (möglichst nicht in der Mikrowelle)!

Bei den Fohlen sollte man immer im Alter von etwa 24 Stunden überprüfen, ob sie genügend Kolostrum erhalten haben, indem man den Antikörperstatus im Blut mit einem Schnelltest (IgG-Antikörperbestimmung) überprüft. Dann weiß man, ob man auf der sicheren Seite ist oder ob man lieber noch Hyperimmunserum infundieren sollte.

Zur weiteren Ernährung empfehlen sich die Fohlenmilchprodukte der Herstellerfirmen, zum Beispiel Pavo oder Salvana etc.

3. tierärztliche Hilfemaßnahmen

Im Notfall müssen durch den Tierarzt sofortige Hilfemaßnahmen ergriffen werden, um einem verwaisten bzw. lebensschwachen Fohlen eine gute Überlebenschance zu bieten. Zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt bei jeder Unsicherheit anzurufen, er hilft, wo er kann. Siehe auch unsere Seite “Tierärzte” und dem Button “Anzeigen”.

Adressen von Gestüten und Einrichtungen mit Fohlennotdienst

Tanja Ladinig

Wernerstr.160

59379 Selm

Tel.02592/7962 oder 0174/2020865 wenn nicht erreichbar nur in dringenden

Notfällen 0173/2618046

Gestüt Schellbach, Korinne Hensel

Kirschweg 50

06712 Schellbach

Tel.034423-290072, Fax: 290073

Handy: 0172-3662983

Mail: info@gestüt-schellbach.de

Notfällen 0173/2618046

Gestüt Goldener Stern, 26835 Hesel/Schwerinsdorf

Tel.: 04956-1060, Mail: info@gestuet-goldener-stern.de

Bereitstellung von Ammenstuten, bitte Verfügbarkeit abklären

Gestüt Isarland

Telefon 0 81 51/8 92 09

Ammenstuten-Notdienst der Tierklinik Sottrum für Norddeutschland,
Telefon 0 42 64/35 61
Klinik Sottrum, Telefon 0 42 64/29

Salvana-Fohlennotdienst, Telefon 0 41 21/8 04 61

Ammenstutenservice Oldenburg, Frau Steffen

Telefon 04 41/9 80 61-0

oder 0177/6 57 00 92

Ammenstutendienst des Haflingerhofes Westrich in Rutsweiler an der Lauter,
Telefon 0 63 04/51 55

Fohlen-Notdienst B-W
78187 Geisingen

Telefon: 07704-420

oder 0173-34 34 238 www.ammendienst.de

SOS Fohlen-Dienst, Pierre Matile,
Telefon 0041/34/4 02 59 10
www.sosfoals.com

Fohlen-Waisenhaus
Wischmöhlenweg 21 ,25436 Tornesch,Tel.: 04122/56 414 .E-Mail: Reitstall-Sternberg@web.de

Ammenstutendienst Fohlenhof Fischbek
info@fohlenhof-Fischbek.de, www.fohlenhof-fischbek.de, Heidi und Volker Krüger

Ammenstutendienst Tierklinik Hochmoor
Tierklinik Hoochmoor, von Braun Str. 10, 48712 Gescher-Hochmoor
Tel. 02863 20990, c.floegel@tierklinik-hochmoor.de, www.Tierklinik-Hochmoor.de

Christiane Stahr

Westenstr. 61

24392 Süderbrarup

Telefon: 04641-1002

Telefax: 04641-988855

mobil:0172-9868219

e-mail: stahr-holsteiner@t-online.de